Der erfolgreiche Partnerschaft «Bern Medtech» wird um drei Jahre verlängert

21 April 2026

Der erfolgreiche Partnerschaft «Bern Medtech» wird um drei Jahre verlängert

Foto  ©CSEM – Von links nach rechts: Jens Krauss, Vizepräsident Medtech am CSEM;  Prof. Dr. Virginia Richter, Rektorin der Universität Bern; Prof. Dr. med. Jennifer Diedler, CEO der Insel Gruppe; und Dr. Alexandre Pauchard, CEO des CSEM

 Die 2023 geschlossene Partnerschaft « Bern Medtech » zwischen der Insel Gruppe, der UniBE und dem CSEM wurde um drei Jahre verlängert

·        32 Medizintechnikprojekte, die von Forschungsteams der Insel Gruppe und der Medizinischen Fakultät der Universität Bern durchgeführt wurden, wurden für eine Zusammenarbeit mit dem CSEM ausgewählt

·        Die Finanzierung dieser Forschungsprojekte wurde 2023 und 2025 dank Entscheidungen des Berner Grossen Rats ermöglicht 

Der Kanton Bern verfolgt weiterhin das Ziel, sich bis 2030 als führender medizinischer Standort von internationalem Rang zu etablieren. Seit mehr als drei Jahren bündeln die Insel Gruppe, die Universität Bern und das Technologieinnovationszentrum CSEM im Rahmen gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte ihre medizinische und technologische Spitzenkompetenz. Angesichts der positiven Ergebnisse wurde ihre Partnerschaft um drei Jahre verlängert, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Industrieunternehmen und Start-ups nachhaltig zu stärken.

Das Berner Medtech-Ökosystem trägt Früchte 

Seit dem Entscheid des Berner Grossen Rats vom 13. Juni 2023 über die Ansiedlung einer Abteilung des Technologieinnovationszentrums CSEM wird die medizinische und klinische Forschung auf dem Campus der Insel Gruppe aktiv gefördert. Zwischen 2023 und 2025 wurden 24 Kooperationsprojekte lanciert, insbesondere in den Bereichen Gynäkologie, Neurologie, Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungs- und Stoffwechselmedizin, Pneumologie, Kardiologie und Chirurgie. Das gemeinsame Ziel all dieser Forschungsinitiativen: die Behandlung und Überwachung von Patientinnen und Patienten dank neuer Sensortechnologien sowie dem Einsatz von künstlicher Intelligenz und Algorithmen zu vereinfachen und das medizinische Personal bei der Diagnostik und Optimierung von Behandlungen wirksam zu unterstützen.

Der Bern Medtech Collaboration Call (BMCC) wurde 2023 erstmals lanciert und seither viermal erneuert. In diesem Zeitraum reichten Forschungsteams der Insel Gruppe und der Medizinischen Fakultät der Universität Bern rund 90 Projektvorschläge für eine Zusammenarbeit mit dem CSEM ein. Auf Grundlage der Empfehlungen medizinischer, klinischer und technischer Expertinnen und Experten genehmigte das BMCC-Bewertungsgremium 32 der eingereichten Vorschläge, also rund 35,5 %. Angesichts dieser positiven Ergebnisse beschloss der Berner Grosse Rat am 3. Juni 2025, die Partnerschaft um weitere drei Jahre zu verlängern, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Industrieunternehmen und Start-ups auch 2026, 2027 und 2028 nachhaltig zu stärken.

Prof. Dr. Virginia Richter : « Diese Zusammenarbeit zeigt, welche Wirkung Forschung entfalten kann, wenn sie konsequent auf Umsetzung ausgerichtet ist. Gemeinsam mit dem CSEM bringen wir medizinische Fragestellungen aus dem Labor schneller in konkrete Lösungen – genau das braucht ein führender medizinischer Standort. »

Prof. Dr. med. Jennifer Diedler : « Innovation muss im klinischen Alltag verankert sein – sonst bleibt sie theoretisch. Die gemeinsamen Projekte mit dem CSEM zeigen, dass Technologie Diagnose, Versorgung und Effizienz spürbar verbessern kann. Deshalb führen wir diese Zusammenarbeit gezielt weiter. »

Dr. Alexandre Pauchard : « Die geografische Nähe auf dem Campus des Inselspitals ist ein strategischer Vorteil. Sie beschleunigt Innovation und stärkt Bern nachhaltig im internationalen Wettbewerb um die besten Medtech-Lösungen. »

Konkrete Innovationen im Bereich Medizintechnik in Bern

Ende November 2025 wurden acht neue Forschungsprojekte lanciert. Die grosse Vielfalt der behandelten Themen und die hohe Qualität der eingereichten Anträge unterstreichen das grosse Interesse an digitalen Lösungen im Spitalbereich sowie das Innovationspotenzial an der Schnittstelle zwischen Medizin und Ingenieurwesen.

Das Projekt ELAINE, das die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der gynäkologischen Klinik der Insel Gruppe und dem CSEM beispielhaft veranschaulicht, ist ein solches Beispiel. Ziel ist die kontinuierliche Überwachung von Schwangeren und ihren Babys vor und während der Geburt mithilfe eines leichten, tragbaren Bauchgürtels mit Elektroden. Diese Lösung soll die Überwachung der Schwangerschaft alltagstauglicher und komfortabler machen, mit weniger Spitalbesuchen und mehr Autonomie für die Patientinnen, bei gleichzeitig hohem medizinischem Qualitätsniveau. Aufbauend auf den bisherigen Ergebnissen bereitet das Start-up VidaSense, unter anderem unterstützt von Innosuisse und dem europäischen Projekt Newlife, diese Technologie derzeit für die Markteinführung vor. Der Start der klinischen Studien ist für dieses Jahr geplant.

Neue Perspektiven in der Blutdrucküberwachung

Viele weitere BMCC-Projekte konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung und klinische Evaluation der vom CSEM entwickelten optischen Technologie zur kontinuierlichen Blutdruckmessung, insbesondere in Anwendungsbereichen, in denen die manschettenlose Messung einen klaren Mehrwert bietet. Die langjährige Expertise des CSEM in diesem Bereich führte bereits ab 2018 zur Gründung des Spin-offs Aktiia und zur Markteinführung des medizinisch zertifizierten Blutdruckmessgeräts Hilo, das heute erfolgreich international eingesetzt wird.

Derzeit wird diese Technologie in enger Zusammenarbeit mit den Kliniken für Kardiologie, Pädiatrie, Neurologie und Neurochirurgie der Insel Gruppe untersucht: bei Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruck, bei Frauen mit Präeklampsie während der Schwangerschaft (Projekt LONGBP), bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen (Projekt CARIOCA) sowie bei Personen mit Störungen des autonomen Nervensystems (Projekt NIVS-ANS).

Gemeinsames Ziel: bessere Versorgung, tiefere Kosten

Alle Projekte verfolgen das gemeinsame Ziel, über die heutigen Standards in der Versorgung hinauszugehen. Dank neuer, nicht-invasiver und mobiler Überwachungstechnologien sollen die medizinische Betreuung und Nachverfolgung stärker in den Alltag der Patientinnen und Patienten integriert werden. Die Projekte leisten damit einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität und der Lebensqualität und entlasten zugleich das Gesundheitswesen.

Weitere Informationen zu allen Projekten

Eine Übersicht über alle Projekte und Aktivitäten des CSEM im Berner Medtech-Ökosystem finden Sie unter:

https://www.csem.ch/fr/focus-technique/sante-numerique/csem-partie-ecosysteme-medtech-bernois

Über die Insel Gruppe

Die Insel Gruppe ist eine der führenden Spitalgruppen der Schweiz im Bereich der universitären und integrierten Medizin. Mit höchster Qualität, Forschung, Innovation und Ausbildung bietet sie der Bevölkerung eine umfassende Gesundheitsversorgung: in allen Lebensphasen, rund um die Uhr und am richtigen Ort. Die Insel Gruppe führt jährlich über 850 000 ambulante Konsultationen durch und behandelt rund 55 000 stationäre Patientinnen und Patienten nach den neuesten Therapiemethoden. Die Insel Gruppe ist Ausbildungsstätte für zahlreiche Berufe und eine wichtige Institution für die Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte. Sie beschäftigt rund 11 000 Mitarbeitende.

Über die Universität Bern 

Die 1834 gegründete Universität Bern umfasst acht Fakultäten, rund 150 Institute und zehn inter- und transdisziplinäre Kompetenzzentren. Als global vernetzte und regional verankerte Universität setzt die Universität Bern auf Exzellenz in Forschung und Lehre. Sie zählt mehr als 19 000 eingeschriebene Studierende in 40 Bachelor- und 75 Masterstudiengängen und ist damit die drittgrösste Universität der Schweiz.

Die fünf Schwerpunkte der Universität Bern sind: Nachhaltigkeit, Gesundheit und Medizin, Materie und Universum, interkulturelles Wissen sowie Politik und Management. In einigen Forschungsbereichen wie der Weltraumforschung, der Zahnmedizin und der Veterinärmedizin nimmt sie international eine Spitzenposition ein.

Über das CSEM – Die Herausforderungen unserer Zeit meistern

Das CSEM ist ein schweizerisches Technologieinnovationszentrum, das bahnbrechende Technologien mit grosser gesellschaftlicher Wirkung entwickelt und an die Industrie transferiert, um die Wirtschaft zu stärken. Als gemeinnützige öffentlich-private Organisation geniesst es internationalen Ruf und unterstützt die Innovationsaktivität von Unternehmen in der Schweiz und im Ausland. Das CSEM ist in den Bereichen Präzisionsmikrofabrikation, digitale Technologien und nachhaltige Energien tätig. Um seine Aufgabe als Brücke zwischen Forschung und Industrie zu erfüllen, arbeiten mehr als 600 Mitarbeitende aus 45 Ländern eng mit Universitäten, Fachhochschulen, Forschungsinstituten und führenden Industrieakteuren zusammen. Mit seinen sieben Standorten in Allschwil, Alpnach, Bern, Landquart, Neuenburg, Schwyz und Zürich ist das CSEM in der ganzen Schweiz aktiv. www.csem.ch

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